EbM-Netzwerk lobt Lehrpreis 2027 für evidenzbasierte Medizin aus
Das Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. (EbM-Netzwerk) hat seinen Lehrpreis für das Jahr 2027 ausgeschrieben.

Die Dotierung von 2.000 Euro richtet sich an Lehrende, Teams oder Initiativen, die evidenzbasierte Kompetenzen in der Gesundheitsversorgung verankern. Für die klinische Praxis und pharmakologische Bewertung signalisiert dies eine institutionelle Priorisierung der methodischen Grundlagenqualifizierung – ein relevanter Impuls für die Nachwuchsförderung.
Struktur und Kriterien der Auszeichnung
Der Preis wird alle zwei Jahre vergeben. Laut der Ausschreibung des EbM-Netzwerks können sich Einzelpersonen, Teams und Bildungsinitiativen bewerben oder vorgeschlagen werden. Der Fokus liegt auf innovativen Lehrkonzepten, die Prinzipien und Methoden der evidenzbasierten Medizin in Aus-, Weiter- und Fortbildung sowie in der Patientenbildung vermitteln. Die Bewerbungsfrist endet am 31. Oktober 2026.
Die Jury, zusammengesetzt aus Vorstandsmitgliedern, Fachbereichssprechern, Studierenden und einer Patientenvertreterin, bewertet die Einreichungen anhand definierter Kriterien. Diese umfassen u.a. den Beitrag zur Vermittlung evidenzbasierter Kompetenzen, die didaktische Konzeption und Lernzielorientierung, die methodische Umsetzung, den Praxisbezug, Qualitätssicherung sowie das Innovations- und Nachhaltigkeitspotenzial der Lehrmaßnahme, einschließlich Übertragbarkeit.
Einordnung und Bedeutung für die Fachcommunity
Die Preisverleihung ist für die 28. Jahrestagung des EbM-Netzwerks vom 10. bis 12. März 2027 in Halle (Saale) terminiert. Neben dem Preisgeld erhalten die Gewinner eine Urkunde und öffentliche Würdigung; ausgewählte Konzepte können darüber hinaus auf der Netzwerk-Website vorgestellt werden.
Für Fachpersonen im Bereich der klinischen Pharmakologie und Produktbewertung ist diese Ausschreibung ein indirekter Qualitätsindikator. Sie reflektiert den anhaltenden Bedarf an praxisnaher Lehre, die Studienlage korrekt zu interpretieren, Evidenzgrade zu bestimmen und die klinische Relevanz von Therapien oder Bewertungsmethoden kritisch einzuordnen. Der Preis setzt somit ein positives Zeichen für die systematische Weitergabe dieser Kernkompetenzen.