Meldung

Novartis stoppt acht Studien nach Todesfällen bei CAR-T-Zelltherapie

Drei Todesfälle im Rahmen einer experimentellen Zelltherapie veranlassen Novartis, nach Meldung von Reuters und AD HOC NEWS insgesamt acht laufende Studien dieser Plattform zu pausieren.

Novartis stoppt acht Studien nach Todesfällen bei CAR-T-Zelltherapie

AD HOC NEWS benennt das Verfahren als CAR-T-Therapie. Die Sicherheitsmeldung trifft einen Therapieansatz, dessen Nutzen-Risiko-Profil ohnehin engmaschig überwacht wird.

Belegte Faktenlage

Die vorliegenden Quellen – Reuters, Der Bund, AD HOC NEWS und trend.at – datieren zwischen 1. und 2. September 2026 und führen drei Todesfälle als Auslöser der Pause übereinstimmend auf. AD HOC NEWS präzisiert die betroffene Modalität als CAR-T-Therapie und beziffert die Anzahl der pausierten Studien auf acht. Welche der acht Studien die Todesfälle verursacht hat, welcher Indikation sie zuzuordnen sind und welches Sicherheitssignal dokumentiert wurde, lässt sich aus den verfügbaren Headlines nicht ableiten. Ebenso fehlen Angaben zu Studienphase, Vorbehandlung der Kohorte und Zeitintervall zwischen Infusion und unerwünschtem Ereignis. Ohne Primärmitteilung des Unternehmens oder eine Behördenmeldung bleibt die Datenlage notwendig unvollständig.

Pharmakologische Einordnung

Drei Todesfälle innerhalb eines laufenden Zelltherapie-Programms bilden formal einen Cluster schwerwiegender unerwünschter Ereignisse, der eine pausierung regulatorisch begründet – unabhängig davon, ob es sich um eine klassenspezifische Toxizität oder einen produkt- bzw. chargenspezifischen Vorfall handelt. Diese Unterscheidung ist aus den bisherigen Mitteilungen nicht möglich. Klinisch relevant bleibt, dass eine pausierung nicht mit einem Abbruch gleichzusetzen ist; üblich sind Protokollanpassungen, Kohortenrestriktionen oder ein vollständiger Stopp nach Bewertung durch Data Safety Monitoring Board und Zulassungsbehörden. Auch eine spätere Wiederaufnahme unter geänderten Sicherheitsauflagen ist ein dokumentiertes Szenario bei CAR-T-Programmen.

Was zu beobachten ist

Maßgeblich werden die nächsten offiziellen Mitteilungen von Novartis, betroffenen Prüfärzten und Aufsichtsbehörden. Entscheidend sind die dokumentierte Todesursache, die betroffene Indikation, die Dosisstufe und eine mögliche chargenspezifische Rückverfolgung des Herstellungsprozesses. Für teilnehmende Zentren bedeutet die Pause, dass neue Rekrutierungen vorerst ausgesetzt werden, während laufende Behandlungen gemäß Studienprotokoll fortgeführt oder individuell angepasst werden. Patientinnen und Patienten in laufenden Kohorten sollten über den aktuellen Status der jeweiligen Studie direkt vom behandelnden Zentrum informiert werden.